Heimat und Vaterland, Stadt und Nation, Bremen und Deutschland - für das Selbstverständnis eines Bremer Bürgers bildeten diese Begriffe im 19. Jahrhundert zentrale Orientierungsgrößen. Doch wie weit fühlte er sich im Zeitalter des Nationalismus überhaupt noch als Bremer? Welchen Begriff hatte er von seinem »Vaterland«? Wie war es um sein »Hanseatentum«, sein bürgerliches Eigenbewußtsein bestellt? Malte Ritter |
Umschlag: |
Einleitung . . . . . 9
1. Forschungsgegenstand
2. Bürgertumsforschung und Nationalismusforschung
3. Regionale und nationale Identitäten
4. Forschungsfeld Hansestadt
5. Öffentliche Festkultur des Bürgertums
I. Bremens Weg in den Nationalstaat. 1850-1870 . . . . . 27
1. Reaktion und Aufbruch
2. Schillerfeier (1859)
2.1 Dichter und Nation. »Nur hoffend ahnen / Wir seiner Seele großes Ziel«
2.2 Festplanungen
2.3 Ein »wahres Volksfest« für den »unsterblichen Mitbürger einer großen Nation«
2.4 Stimmungslagen
2.5 »Abschluß unseligen Zwiespalts«
3. Zweites Deutsches Bundesschießen (1865)
3.1 Vergessenes Massenfest
3.2 Festplanung und -verlauf
Exkurs: Der Nationalverein in Bremen
3.3 »Reale Bedürfnisse« oder »nervige Volksfaust«?
3.4 Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung
3.5 Bremen und das Bundesschießen: »Kein über Alles sich hinwegsetzendes Entzücken«
3.6 Weichenstellung
4. Der Empfang des preußischen Königs (1869)
4.1 Einschnitte
4.2 Königstreue und Selbstbewußtsein
4.3 Hoffnungen
II. Bremen und das Reich. 1871-1888 . . . . . 113
1. Ein »Edelstein im neuen Kaiserschmuck«
2. Gedenkfeier für Johann Smidt (1873)
2.1 Ein bremisches Familienfest
2.2 Der »gute Genius seiner Stadt«
Exkurs: Gedenken an Smidt nach 1873
3. Lutherfeier (1883)
3.1 Kultur - Nation - Protestantismus
3.2 Bremer Kirchenleben
3.3 Festplanungen: »Allen Spöttern und Feinden gegenüber unzweideutiges Zeugniß«
3.4 Auf Kirchenbank und Marktplatz: die protestantische Nation
3.5 Deutungskampf und nationalprotestantische Allianz
4. Zollanschluß und Freihafenfeier (1888)
4.1 Bremens »Sprung ins Dunkle«
4.2 Konflikt
4.3 Verhandlungen
4.4 Einweihungsfeier. »Es feiert Niemand und es trauert Niemand«
4.5 1888: Epochenwechsel
III. Zeit der Experimente. 1888-1913 . . . . . 185
1. Aufbruch und Stillstand
2. Sedanfeier (1895)
2.1 Sedanmüdigkeit
2.2 Sedanfeiern bis 1895
2.3 Streit um eine »patriotische Attrappe«
Exkurs: Bremens Kriegervereine - kaisertreu und anarchisch
2.4 Gesucht: »Herzstärkungen« für »Bürgersinn und Vaterlandsliebe«
3. Bremische Denkmalskultur (1900 bis 1913)
3.1 Das Kaiser-Friedrich-Denkmal von 1905
3.2 Denkmalsstreit (1902)
3.3 Kulturelles Netzwerk
3.4 Nationale Identität und der »Geist eines gesunden Partikularismus«
3.5 Exklusive Kunst und elitärer Nationalismus?
4. Wilhelm II. in Bremen (1890 bis 1913)
4.1 Ein Dauergast
4.2 Kaiserempfänge. Ratskeller, Via Triumphalis und ein Attentat
4.3 Flottenkaiser
4.4 Friedenskaiser
4.5 »Freiwillige Huldigung einer dankerfüllten Stadt«
5. Völkerschlachtfeier (1913)
5.1 »Fest einer Volksgemeinschaft«
5.2 Völkischer Nationalismus nach Bremer Art
5.3 Kriegsbereitschaft: »Bereit für ein großes patriotisches Werk«
5.4 Sozialdemokraten und Bürgertum: Zwischen Annäherung und Distanzierung
5.5 Nation, Heimat, Stadt - »der beste Beweis ihrer innerlichen Kerngesundheit«?
Resümee. »Gesunder Partikularismus«?
Bürgertum, Stadt und Nation
Anhang . . . . . 305
1. Anmerkungen
2. Abkürzungsliste
3. Archivalien
4. Zeitgenössische Periodika
5. Zeitgenössische Literatur (Einzelschriften, Broschüren, Statistiken, Jahrbücher, Quellensammlungen)
6. Literatur
7. Abbildungsverzeichnis
Danksagung