Die Wahrnehmung vor allem (post-) moderner Kunst ergeht sich weitgehend in Kompilationen, Abstraktionen und Regulativen und scheint auf den Betrachter, Hörer oder Leser und seine Sprachlichkeit wenig Rücksicht nehmen zu müssen. Ihr korrespondiert eine permanent deregulierende Ästhetik, die den Anschluss wieder herzustellen sucht, indem sie jeden Menschen als einen Künstler postuliert, in dessen subjektiven Akten aber das "Ganze des Lebens" ebenso verschwindet. Thomas Maier, geb. 1961, Promotion mit einer Arbeit über Jean Pauls Diagnose der modernen Systemphilosophie. Zahlreiche Veröffentlichungen u.a. zu Jean Paul, der expressionistischen Lyrik, Joseph Roth und Franz Kafka, außerdem Katalogbeiträge zu prominenten Ausstellungen der Gegenwartskunst. Umfängliche Herausgebertätigkeit, zuletzt u.a.: "Das Lachen des Dionysos. Nietzsche und die literarische Moderne" (2002), "Wortwelten. Vorträge zur Literatur beim Heinrich-von-Veldeke-Kreis" (2005) und "Wege in und aus der Moderne. Von Jean Paul bis Günter Grass" (2006). Thomas Maier |
|