Mit dem Ansturm auf die 'Festung Europa' über Ceuta und Melilla im Herbst 2005 und die Kanaren im Sommer 2006 rückte das Thema 'illegale Migration' nicht nur ins Zentrum des öffentlichen Interesses, sondern auch deren Bekämpfung an die Spitze der Agenda der europäischen Migrationspolitik. Aber erst durch Verschärfungen der Grenzsicherungsmaßnahmen an den Außengrenzen der Europäischen Union und die Ausweitung der Migrationskontrolle in EU-Nachbarländer werden die Migranten 'illegalisiert' - mit fatalen Folgen: Im Jahr 2006 kamen über 6.000 Migranten aus Afrika auf dem Weg nach Europa ums Leben. Benjamin Etzold |
Entwicklungsforschung. Beiträge zu interdisziplinären Studien in Ländern des Südens |