Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das im 20. Jahrhundert insbesondere durch die moderne Physik veränderte naturwissenschaftlich-technische Wirklichkeitsverständnis im literarischen Motiv der Pluralität der Welten in der Science Fiction und der New-Age-Belletristik seinen Niederschlag findet. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, wie in den Grenzbereichen von Wissenschaft, Philosophie und Literatur Schnittmengen entstehen, in denen Reales und Irreales, Rationalität und Irrationalität, Wissenschaft und Fiktion ineinander übergehen und in diesem Kontext der Begriff des Phantastischen zu verstehen ist. Müzeyyen Ege |
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0 Einleitung . . . . . 1
1 Theoretische Grundlegungen . . . . . 9
1.1 Die 'dritte Kultur' und der neue Mystizismus
1.2 Zum Begriff des Phantastischen
1.3 Wissenschaftliche Phantastik
1.4 Die Pluralität der Welten
2 Kosmische Vorstellungen anderer Welten bei Paul Scheerbart . . . . . 29
2.1 Wissenschaftspopularisierung und Technikbegeisterung
2.2 Paul Scheerbart als radikaler Phantast
2.3 Die Neue Kunst und die Ästhetik der Phantastik
2.4 Lesabéndio oder die 'beste aller Welten'
2.4.1 Planetenbewohner anderer Welten
2.4.2 Ästhetisierte Technik als Heilsweg
2.4.2.1 Der Turmbau
2.4.3 Das Prinzip der Umwandlung
2.5 Antimechanistischer Kosmos und astrales Weltbild
2.6 Bankrott der Realitäten
2.7 Psychophysik als phantastische Wissenschaft
2.8 Jenseitige Welten
3 Moderne Physik und Wirklichkeit . . . . . 87
3.1 Vom mechanistischen zum relativistischen Weltbild
3.1.1 Ernst Cassirer und die Relativitätstheorie
3.2 Das Quantenphysikalische Weltbild
3.2.1 Der Teilchen-Welle-Dualismus
3.2.2 Die Wahrscheinlichkeitswelle
3.2.3 Kopenhagener Deutung: Unschärferelation und Komplementarität
3.2.4 Der Von Neumannsche infinite Regress
3.3 Die Gedankenexperimente
3.3.1 Das EPR-Paradoxon
3.3.2 Das Schrödingersche Katzen-Paradoxon
3.4. Modelle der Wirklichkeit
3.4.1 Die Vielheit der Welt: Die Many-World-Interpretation
3.4.2 Die Einheit der Welten: Holistische Deutung und Quantenmystik
3.4.2.1 Die Welt als Hologramm bei David Bohm
3.4.2.2 Das Tao der Physik Fritjof Capras
4 Literarische Grenzgänger im New Age: Authentizität des Phantastischen? . . . . . 134
4.1 Carlos Castaneda: Der Wissenschaftler als moderner Schamane I
4.1.1 The Teachings of Don Juan. Literatur zwischen Wissenschaft und Magie
4.1.2 "Non-ordinary-reality" und moderne Schamanen-Poeten
4.1.3 "The Crack between the worlds"
4.1.3.1 Sehnsucht nach dem Abstrakten
4.1.3.2. Der Traum als Eingang zu anderen Welten
4.1.4 Schreiben als 'Übung der Zauberei'
4.2 Robert Anton Wilson: Der Wissenschaftler als moderner Schamane II
4.2.1 Neurologischer und physikalischer Relativismus
4.2.2 Prometheus Rising und die Neurologische Schaltkreistheorie
4.2.3 'Quantenrealitäten' in Schrödinger's Cat Trilogy
4.2.4 Die Suche nach Wirklichkeit
4.2.5 Wissenschaftlicher Schamanismus
4.2.6 Der Roman als 'Quanteneigenzustand'
5 Schluss . . . . . 219
6 Literaturhinweise . . . . . 229