Die wissenschaftliche, wie auch die öffentliche Diskussion über die Kreditvergabe des IWF und der Weltbank, hat sich in den vergangenen Jahren spürbar intensiviert. Mit dem Ziel, einen Beitrag zu dieser Diskussion zu leisten, wird zunächst die Auflagenpolitik und das Vergabeverhalten der beiden Organisationen untersucht. Es folgt eine Analyse von Auswirkungen der Bedingungen und der Kreditvergabe. Besonders geht es dabei um den Zusammenhang zwischen der Vergabepolitik und den Wahlterminen in den Empfängerländern.

Axel Dreher, Jahrgang 1972, studierte zwischen 1994 und 1999 Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. In den Jahren 2000-2003 war er dort am Lehrstuhl Prof. Dr. R. Vaubel tätig. Dort entstand die vorliegende Arbeit. Der Autor veröffentlichte zahlreiche Arbeiten über den IWF und die Weltbank in einschlägigen Fachzeitschriften. Seit 2003 ist er Lecturer an der Universität Exeter.

Axel Dreher
Die Kreditvergabe von IWF und Weltbank. Ursachen und Wirkungen aus politisch-ökonomischer Sicht
ISBN 10: 3-936846-54-5
ISBN 13: 978-3-936846-54-6
223 S. 22 EUR. 2003 (Diss.)


Tabellenverzeichnis . . . . . XV
Abkürzungsverzeichnis . . . . . XVIII

I. Einleitung . . . . . 1

II. Wie können die Auflagenpolitik und das Vergabeverhalten des IWF und der Weltbank erklärt werden? . . . . . 5

1. IWF
1.1. Möglichkeiten der Kreditaufnahme
1.2. Verhandlungen über IWF-Kredite
1.3. Die wirtschaftspolitischen Auflagen des IWF
2. Weltbank
2.1. Möglichkeiten der Kreditaufnahme
2.2. Verhandlungen über Weltbankkredite
2.3. Die wirtschaftspolitischen Auflagen der Weltbank
3. Mögliche Ursachen für die Entwicklung der Auflagenpolitik und des Vergabeverhaltens und die Unterschiede zwischen IWF und Weltbank
3.1. Hypothesen
3.1.1. Warum unterliegen nicht alle Programme der gleichen Konditionalität?
3.1.2. Warum zahlt die Weltbank ihre Kredite trotz nicht erfüllter Auflagen vollständig aus?
3.1.3. Warum unterscheiden sich die Auflagen der Weltbank von denen des Fonds?
3.1.4. Warum vergeben der IWF und die Weltbank Kredite zur Strukturanpassung?
3.1.5. Warum vergibt die Weltbank ihre Kredite hauptsächlich an Länder mit Kapitalmarktzugang?
3.2. Ökonometrische Überprüfung
Anhang: Tabellen Kapitel II

III. Erzeugen IWF- und Weltbankkredite Moral Hazard? . . . . . 56
1. Einleitung
2. Haushaltsdefizit
3. Geldmengenexpansionsrate
4. Zusammenfassung
Anhang: Tabellen Kapitel III

IV. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Krediten des IWF oder der Weltbank und den Wahlterminen in den Empfängerländern? . . . . . 65
1. Erzeugen die Kredite des IWF und der Weltbank politische Konjunkturzyklen?
1.1. Von welchen Faktoren hängt die IWF-Kreditvergabe ab?
1.2. Von welchen Faktoren hängt die Kreditvergabe der IBRD ab?
1.3. Zusammenfassung der Ergebnisse
2. Der Einfluß von Wahlen auf die Umsetzung der Konditionalität
2.1. Einhaltung der Weltbank-Auflagen
2.2. Einhaltung der IWF-Auflagen
2.3. Eine empirische Analyse der Umsetzung von Auflagen
2.3.1. Hypothesen
2.3.2. Die Umsetzung der Weltbank-Auflagen
2.3.3. Die Umsetzung der IWF-Auflagen
3. Der Einfluß von IWF-Programmen auf die Wiederwahl der amtierenden Regierung
3.1. Das Modell
3.2. Das Modell mit vollkommener Information über die Kompetenz
3.3. Das Modell mit unvollkommener Information über die Kompetenz
3.4. Das Modell mit globalen Schocks
3.5. Kann das Modell ökonometrisch bestätigt werden?
3.6. Abschließende Bemerkungen
Anhang: Tabellen Kapitel IV

V. Fördern der IWF und die Weltbank wirtschaftliche Freiheit und wachstumsorientierte Politik? . . . . . 123
1. Überblick über die bisherigen Methoden zur Beurteilung der Einflüsse des IWF und der Weltbank
2. Wie können der Währungsfonds und die Weltbank die wirtschaftliche Freiheit beeinflussen?
3. Eine empirische Analyse der wirtschaftlichen Freiheit
4. Wie können der Währungsfonds und die Weltbank die ausländischen Direktinvestitionen beeinflussen?
5. Eine empirische Analyse der ausländischen Direktinvestitionen
Anhang: Tabellen Kapitel V

VI. Beispiele aus einzelnen Ländern . . . . . 157
1. Der Einfluß der Wahlen auf die Kredite, die Budgetdefizite und die Geldmengenexpansion
2. Der Einfluß der Programmabschlüsse auf die Wiederwahlwahrscheinlichkeit
3. Der Einfluß der Wahlen auf die Einhaltung der Auflagen
4. Der langfristige Einfluß des IWF und der Weltbank auf den Reformprozeß

VII. Reformvorschläge . . . . . 177
1. Bisherige Kritik und Reformvorschläge
2. Die Reaktionen des IWF und der Weltbank
3. Implikationen dieser Studie für die Reform des IWF und der Weltbank

Literatur . . . . . 186

Anhang: Definitionen und Quellen der Variablen . . . . . 202